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Mit ‘Schreiben’ getaggte Artikel

Ein Gastbeitrag meiner geschätzten Autorenkollegin und Fremdsprachenexpertin Ines Balcik, die außerdem eine hervorragende Tennisspielerin und Schwimmerin ist. Diesjähriges Highlight: Bosporusschwimmen von Asien nach Europa, stramme 6,5 Kilometer – und in ihrem Blog verrät Ines, dass sie schon wieder etwas Neues ausheckt für 2012.
Hier Ines’ Beitrag im Rahmen einer Blogwichtelaktion des texttreffs, ein wunderbares Netzwerk, das uns beide schon lange miteinander verbindet.

Das deutsche Verhältnis zwischen Literatur und Sport ist offenbar gestört. Dass es eine (ein wenig verlassen wirkende) Website namens Literatur und Sport gibt und 1998 eine (eine!) Dissertation mit dem Titel Sport in der Literatur erschien, ändert nichts am Grundsätzlichen. Erik Eggers zum Beispiel, Journalist und Autor mit Fokus auf Sportthemen, möchte sich nicht damit abfinden, dass die deutsche Literatur den Sport ignoriert, und notiert „Anmerkungen zu einem seltsamen Dilemma“. (more…)

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In der Schlussphase des Schreibens meines neuen Buches bin ich gerade wieder sehr verwirrt. Da lese ich bei Andreas Eschbach: Ernest Hemingway habe, danach gefragt, was einen guten Schriftsteller ausmache, gesagt: »Ein innerer Apparat, der ihn unfehlbar vor jedem Mist warnt.«

Ich bilde mir ein, dass ich als Leserin und Lektorin, die viele Jahre im Geschäft ist, über diesen Apparat verfüge, immer, wenn es entweder um das Geschriebene anderer geht – da arbeitet mein Apparat ganz zuverlässig – oder wenn ich selbst mittendrin in einem Schreibprojekt stecke.
Spätestens in der Schlussphase der Fertigstellung eines Manuskripts, auf den letzten Metern, geht mir genau diese Urteilsfähigkeit regelmäßig verloren. Dann werde ich konfus – total „wuschig“, wie meine thüringische Freundin sagt.

Phase 1: Mensch, ich habe nur Mist geschrieben, der sowieso kein Schwein interessieren wird. Nichts Neues, das hat man doch schon tausend Mal gelesen, das haut keinen vom Stuhl. So viel Arbeit, und alles für die Katz!
Phase 2: Vielleicht ist es ja doch nicht so übel. Manche Kapitel sind sogar richtig gut, fetzig geschrieben, witzig, das wird die Leser mitreißen. Kann gar nicht anders sein.
Phase 3: Also entweder ist das völliger Mist oder es ist total genial, erfrischend neu vom Ansatz, überraschend vom Blickwinkel usw.
Phase 4: Ich weiß es einfach nicht. Meine Kritikfähigkeit entspricht der einer Dreijährigen oder eines Neunzigjährigen. Ich schreib das Ding jetzt einfach zu Ende und dann warte ich ab, was die anderen sagen.

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Brian’s Roman

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